letzte Änderung: 21.12.08
Glück wissenschaftlich

Da jeder Mensch nach Glück strebt, kommt natürlich auch die Wissenschaft nicht darum, sich um dieses Thema zu kümmern. Auf dieser Seite findest du wissenschaftliche Fakts rund um das Thema Glück.

Glücksgefühle schützen vor Erkältung

Glückliche Menschen sind weniger anfällig für Erkältungen. Dies geht aus einer amerikanischen Studie hervor, in der Psychologen mehr als 300 Menschen zunächst hinsichtlich ihrer Zufriedenheit untersuchten und einstuften.

Im nächsten Schritt sprühten sie allen Teilnehmern Erkältungen verursachende Rhinoviren in die Nase. Während der folgenden fünf Tage beobachteten sie die Versuchspersonen auf Krankheitssymptome. Die Erkältungswahrscheinlichkeit lag bei den am wenigsten glücklichen Teilnehmern drei Mal höher als bei den besonders glücklichen Menschen.

"Leute, die positivere Gefühle zeigen, neigen weniger zu Infektionen der oberen Atemwege als Leute mit eher negativen Gefühlen", bilanzierte Untersuchungsleiter Sheldon Cohen im Magazin "New Scientist". Der Psychologe vermutet, dass glückliche Menschen generell gesünder leben. Zudem enthielt das Blut der glücklichen Teilnehmer weniger Cortisol, ein Stresshormon, das Bluthochdruck begünstigt.

Wie Glück gesund hält

Glückliche Menschen sind tatsächlich gesünder. Und zwar nicht nur, weil sie sich generell besser fühlen und deshalb weniger unter leichten Erkrankungen leiden - gute Laune verändert die chemische Mischung in unserem Blutkreislauf.

Positive Stimmung reduziert so das Risiko, Herz-Kreislauf-Probleme zu bekommen oder auch an Diabetes zu erkranken. Weil die Medizin ihren Blick in erster Linie auf Krankheiten und ihre Ursachen richtet, gibt es nicht allzu viele Untersuchungen darüber, welche Auswirkungen gute Laune haben kann.

Forscher vom University College in London untersuchten 216 Londoner mittleren Alters, die alle auch Teilnehmer der sogenannten "Whitehall II"-Studie sind, in der Tausende von britischen Staatsdienern über Jahre untersucht werden.

Die Untergruppe von 216 Männern und Frauen musste bis zu 33 mal am Tag festhalten, wie glücklich oder unglücklich sie sich in den letzten fünf Minuten gefühlt hatten. Ein automatisches System maß jeweils zum gleichen Zeitpunkt ihre Herzrate und ihren Blutdruck, achtmal täglich wurden zusätzlich Speichelproben genommen. Damit wurde es möglich, die Konzentration des Stresshormons Cortisol über den Tages- und den Stimmungsverlauf hinweg zu messen.

Hin und wieder mussten die Versuchspersonen zudem im Labor erscheinen und eine "leicht anstrengende" Aufgabe bewältigen, während die Reaktionen ihres Körpers gemessen wurden. Über ihre Ergebnisse berichtet die Forschergruppe um Andrew Steptoe im "Proceedings of the National Academy of Sciences" (DOI: 10.1073/pnas.0409174102).

Der Einfluss von Faktoren wie der gesellschaftliche Status, das Alter und das Geschlecht der Versuchspersonen wurde dabei kontrolliert, so dass alle gemessenen Unterschiede mit großer Sicherheit tatsächlich auf die Stimmungslage zurückzuführen sind. Auch die Auswirkungen von psychischen Erkrankungen, die sich bekanntermaßen aufs Herz-Kreislauf-System auswirken, wurden bei der Analyse berücksichtigt, um den reinen Anteil des Glücklichseins an der Gesundheit zu ermitteln.

"Je glücklicher die Leute waren, desto niedriger war die Cortisolkonzentration", erklärte Jane Wardle, eine der Forscherinnen, gegenüber dem "New Scientist". Cortisol wird mit bestimmten Arten von Diabetes und auch mit Bluthochdruck in Verbindung gebracht - eine niedrige Konzentration ist also gesundheitsfördernd.

Bei Männern sei auch die durchschnittliche Pulsfrequenz niedriger gewesen wenn sie gut gelaunt gewesen seien. Niedrigere Herzraten sprechen für ein gesundes Herz-Kreislauf-System. Bei Frauen fand sich dieser Effekt nicht.

Menschen, die sich nahezu jedes Mal, wenn sie gefragt wurden, glücklich fühlten, profitierten von einem weiteren gesundheitsfördernden Faktor: Die besonders wohlgelaunten Versuchspersonen hatten nach der "leicht anstrengenden" Aufgabe wenig Fibrinogen im Blut. Fibrinogen ist ein Protein, das zur Blutgerinnung notwendig ist, es macht das Blut gewissermaßen zähflüssiger. Hohe Konzentrationen können das Risiko für Erkrankungen der Herzkranzgefäße erhöhen.

Erst vergangenen Monat hatte eine Forschrgruppe von der University of Maryland School of Medicine gezeigt, dass die Wände von Blutgefäßen davon profitieren, wenn jemand häufig lacht: Das Endothel, gewissermaßen das Innenfutter der Blutgefäße, wird durch Gelächter geweitet und dadurch geschmeidig gehalten.

Lachen ist also vielleicht nicht unbedingt die beste Medizin, aber in jedem Fall gesund.

Quelle: Spiegel Online (19.4.05)

Macht Geld glücklich?

Reiche Menschen sind im Durchschnitt nicht glücklicher als andere. Oft haben Menschen mit viel Geld Angst davor, dass ihnen jemand etwas wegnimmt. Um das zu vermeiden gehen sie lieber auf Abstand zu ihren Mitmenschen. So macht das Vermögen einsam, und Einsamkeit macht unglücklich. Die Freude über das viele Geld kann dieses Unglück nicht wettmachen. Menschen die plötzlich zu Geld kommen, können sich nur kurz darüber freuen. Schon nach ungefähr 3 Monaten fühlen sie sich wie immer. Neue Errungenschaften wie z.B. der neue Sportwagen oder das neue Haus geben einem nur kurz einen Kick. Nach kurzer Zeit gibt einem selbst das Einkaufen diesen Kick nicht mehr. Aus diesem Grund sind Millionäre auch nicht glücklicher als andere Menschen. Nachhaltig glücklich macht Reichtum nur, wenn man damit Gutes tut. Psychologen haben das Lebensgefühl von Menschen verglichen, die einen Teil ihres Geldes für einen guten Zweck spenden, und anderen, die es vor allem für sich selbst ausgeben. Die Menschen mit Spendierhosen waren mit Abstand glücklicher. Sie spenden nicht nur für die anderen, sondern auch für ihr persönliches Wohlbefinden.

Links zu Seiten, die sich mit dem Glück aus wissenschaftlicher Sicht befassen

World Database of Happiness (seite auf Englisch)
gluecksforschung.de


Das Glück beginnt, wo man die Zeit vergisst

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