letzte Änderung: 24.09.08
Glücksübungen

Auf dieser Seite stelle ich einige Glücksübungen vor. Bei einigen Übungen ist regelmässiges Training von Vorteil, andere Übungen können einfach bei Bedarf gemacht werden. Die Übungen werden helfen dein Leben und deine Gefühle auf Glück einzustellen.

Einige der hier vorgestellten Übungen brauchen etwas Zeit, bis sie ihre volle Wirkung zeigen. Das Gehirn und der Körper müssen sich zuerst auf die neuen Impulse einstellen. Im Gehirn werden neue Verbindungen geknüpft, die durch das regelmässige Üben gestärkt und gefestigt werden. Aber keine Angst, du sollst nicht üben, bis der Schweiss tropft. Wenn etwas tropft, dann höchstens ein paar Glückstränen!

1. Übung: Bedanke dich

Nachdem mir klar geworden ist, dass sich das, worauf ich mich konzentrieren in meinem Leben verstärkt, habe ich für mich diese Übung entwickelt. Ich empfehle, diese Übung jeweils am Morgen nach dem Aufwachen und am Abend vor dem Schlafengehen zu machen.

Die Übung am Morgen unterscheidet sich leicht von der Übung am Abend. Ich erkläre hier zuerst die Übung am Abend. Wie schon geschrieben, mache ich diese Übung jeweils im Bett vor dem Einschlafen. Ich gehe dabei den hinter mir liegenden Tag nochmals in Gedanken durch. Ich bedanke mich dabei für jedes schöne Erlebnis, dass ich an diesem Tag hatte. Suche dir selbst aus, bei wem du dich bedanken möchtest. Falls du gläubig bist, kann das Gott sein, du kannst dich beim Leben bedanken oder du bedankst dich bei dir selbst. Es geht bei dieser Übung vor allem darum, dass du siehst, wieviel schöne Momente du an einem Tag erlebt hast. Am Anfang fallen dir vielleicht nur einige Sachen ein. Nach einiger Zeit werden dir immer mehr Sachen einfallen. Bedanke dich wirklich für alles Schöne, dass dir einfällt, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind z.B. ein Lächeln, ein schönes Musikstück, ein gutes Essen oder einfach ein schönes Gefühl. Diese Übung hat nicht nur den Vorteil, dass sich die ganze Einstellung zum positiven dreht und schon beim trainieren gute Gefühle entstehen, sondern die positiven Gedanken wirst du auch in deine Träume mitnehmen. Wer hat nicht gerne schöne, glückliche Träume?

Bei der Übung am Morgen können wir uns natürlich, ausser für die gute Nacht und die schönen Träume nicht für viel bedanken. Wir arbeiten bei dieser Übung deshalb mit Afirmationen. Wir bedanken uns wieder, aber nicht für die erlebten Situationen, sondern für all die schönen Geschehnisse, die an diesem Tag vor uns liegen. Ungefähr wird dir der Tagesablauf ja schon bekannt sein. Bedanke dich jetzt z.B. dafür, dass du ein gemütliches Mittagessen mit Freunden verbringen wirst oder dass eine wichtige Verhandlungen im Geschäft positiv ausfällt. Dadurch erreichst du eine positive Einstellung gegenüber den kommenden Situationen. Du wirst dann viel positiver in diese Situationen gehen. Und mit welcher Einstellung wirst du schönere Situationen erleben? Mit einer negativen oder mit einer positiven Einstellung? Natürlich wirst du mit einer positiven Einstellung viel weiter kommen. Und schon hast du am Abend wieder viele positive Erlebnisse, für die du dich bedanken kannst!

2. Übung: Glückstagebuch

Schreibe für dich ein Glückstagebuch. Wenn du willst, kannst du jeden Tag deine schönsten Erlebnisse dort eintragen. Ich persönlich bin nicht so ein grosser Tagebuchschreiber. Ich mache deshalb nur immer dann einen Eintrag, wenn (mir) etwas besonders Tolles passiert ist. Wenn ich dann so vor meinem Glückstagebuch sitze, kann ich mich nochmals richtig in das Erlebte hineinsteigern und nochmals die ganzen tollen Gefühle, die ich in dieser Situation hatte, nachfühlen. So habe ich schon beim Schreiben wieder guten Gefühle!
Natürlich gibt es zwischendurch auch Tage, an denen es mir mal nicht so gut geht. Ich nehme mir dann häufig mein Glückstagebuch zur Hand und blättere etwas darin herum. Probier dann mal aus, ob du dich nicht wieder in eines dieser tollen Erlebnisse reinsteigern und -fühlen kannst. Selbstverständlich kannst du das ganze auch machen, wenn es dir gut geht, damit es dir danach noch besser geht!

3. Übung: Löse den Knoten

Folgende Übung ist mir beim Meditieren eingefallen. Sie hat bei mir geholfen. Leider habe ich keine Erfahrungswerte, ob auch andere von dieser Übung profitieren können. Ich würde mich deshalb über ein Feedback von dir freuen.

Häufig hat man das Gefühl, dass man in irgend einer Sache blockiert ist und einfach nicht weiter kommt. Vielfach sagt man dann "es ist so, als ob da ein Knoten ist" oder "irgendwie löst sich bei mir einfach nicht der Knoten". Mit dieser Übung wollen wir diesen Knoten einfach auflösen. Mach dir in Gedanken ein Bild von deinem Problem und stelle es dir als Schnur oder Seil mit einem oder mehreren Knoten darin vor. Es ist möglich, dass in deiner Schnur vielleicht nur ein kleiner Knoten drin ist. Es kann aber auch sein, dass es ein riesiges Knotengebilde ist. Fang nun in Gedanken an, diese/n Knoten aufzulösen, wie du das bei einer echten Schnur auch machen würdest. Löse die ganzen Verwicklungen, Schlingen und Knoten, bis du die knotenfreie Schnur vor dir liegen hast. Fahre nun in Gedanken nochmals mit den Fingern oder der Hand über die Schnur (oder Seil) und taste so ab, ob wirklich alle Knoten gelöst sind und ob sich nicht doch noch irgendwo ein Knötchen befindet. Falls dies der Fall wäre, löse es und fahre danach mit den Fingern zur Kontrolle nochmals über die Schnur. Wenn du sicher bist, dass alle Knoten gelöst sind, musst du die beiden Enden der Schnur fixieren, damit sich das ganze nicht wieder verwickeln kann. Ich stelle mir dazu links und rechts von meiner Schnur eine Klemme vor, wo ich die beiden Enden so einhängen kann, dass die Schnur gespannt ist. Es ist nicht ratsam, die Schnurenden irgendwo festzuknoten, da du damit ja wieder für neue Knoten sorgen würdest. Wenn die beiden Enden fixiert sind, kannst du mit leichtem Druck auf die gespannte Schnur kontrollieren, ob die fixierung hält. Schliesslich wäre es ja schade, wenn sich das ganze wieder löst und sich die Schnur erneut verknotet. Ich hoffe, bei dir hat sich jetzt der Knoten und somit dein Problem gelöst.

4. Übung: die Glücksbox

Bei dieser Übung geht es auch wieder darum deine Gedanken auf Positives auszurichten und gute Gefühle zu erzeugen. Suche dir eine kleine Kiste oder eine Kartonschachtel (wenn du magst, kannst du diese noch schön anmalen oder dekorieren). Am besten wähle eine, die so gross ist, dass darin A4-Blätter ungefalltet Platz haben. Wenn du jetzt in Zukunft Zeitungen und Zeitschriften anschaust (es muss nicht unbedingt die Glückspost sein ;-) ), so achte dich besonders auf Bilder, die dich positiv ansprechen und die gute Gefühle in dir wecken. Schneide dir diese Bilder aus und lege sie in deine Schachtel oder Kiste. Wenn du in Zukunft beim Lesen von Zeitschriften bewusst nach solchen Bildern ausschau hältst, fokusierst du dich schon automatisch auf das Positive. Und diese ganzen positiven Bilder hast du nun in deiner Kiste oder Schachtel gesammelt. Von Zeit zu Zeit kannst du nun deine "Schatz"-Kiste hervorholen und dir die gesammelten Bilder anschauen. Versenke dich in die Bilder und träume ein bisschen. Hast du z.B. ein Bild von einer niedlichen Katze ausgeschnitten, so stell dir vor, wie sie bei dir auf dem Schoss sitz, wie du sie schreichelst und sie vor sich hinschnurtt. Wenn du ein Bild von einem Meeresstand ausgeschnitten hast, so stell dir vor, wie du dort bist und die Sonne und das Meer geniesst. Wenn du dir ein Bild von deinem Traumauto ausgesucht hast, so stell dir vor, wie du im Auto sitzt und damit eine Spritztour machst. Oder hast du dir ein Foto von einem süssen Vertreter des anderen Geschlechts als Foto ausgewählt? Dann kannst du dir ja z.B. vorstellen, wie ihr zusammen einen schönen Abend verbringt. Lass dich also von den gesammelten Bildern inspirieren und geniesse deine Phantasien. Natürlich kannst du in deiner Kiste auch alles Andere sammeln, mit dem du positive Gedanken verknüpft hast und was dir gute Gefühle gibt.

Ich werde hier später noch weitere Übungen vorstellen. Bis dahin wünsche ich dir viel Spass beim Umsetzen und eine glückliche Zeit!


Gelassenheit ist häufig der Schlüssel zum Glück.

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